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Kathrin Oertel, Tel: 0171 - 4361500
Inhalt: Die Zwillinge Hanni und Nanni haben es faustdick hinter den Ohren. Doch diesmal haben sie den Bogen überspannt, so dass die aufgeweckten Girls von ihren Eltern ins Internat Lindenhof geschickt werden. Nanni gelingt es schnell, in dem ungewohnten Umfeld erste Kontakte zu knüpfen. Hanni tut sich mit ihrer brüsken Art vergleichsweise schwer. Doch im Hockey-Team des Internats beweisen sich schließlich beide. Im entscheidenden Spiel treffen sie ausgerechnet auf die Mannschaft ihrer alten Schule. Jetzt müssen sie beweisen, ob sie wirklich zum Lindenhof gehören.

VON OLIVER BLOCH
Seit sechs Jahren schon steht der Schüler beim Hockeyclub Oldenburg (im GVO) zwischen den Pfosten und wirft sich mutig in die gegnerischen Schüsse. „Angst vor dem Ball habe ich natürlich nicht“, erzählt er selbstbewusst. Und auch seine Mitstreiter zeigen wenig Respekt vor der Kugel aus Hartplastik und dem Spiel mit dem Schläger. Im Gegenteil: „Gerade das macht ja Spaß“, findet der neunjährige Niklas.
Kaum Verletzungen
Seine Trainerin Kathrin Oertel bestärkt ihre Schützlinge in der Wahl der Sportart: „Entgegen manchem Vorurteil gibt es beim Hockey kaum Verletzungen, da es sich um eine körperlose Sportart handelt.“ Und den Ball flach zu halten, ist beim Hockey keine Floskel, sondern – mit Ausnahme des Torschusses – feste Regel. Das mindert die Verletzungsgefahr.
Dennoch fristet Hockey im Vergleich zu Fußball, Handball oder Basketball in Deutschland eher ein Schattendasein, es sei denn die Nationalmannschaft gewinnt gerade Olympia-Gold.
In Oldenburg ist GVO der einzige Verein, der Hockey anbietet. „Wir leisten hier sozusagen Pionierarbeit, mit zunehmendem Erfolg“, erzählt Oertel. Gegen den allgemeinen Trend von Mitgliederschwund bei vielen Vereinen freut sich die GVO-Hockeyabteilung über Zuwachs.
Fünf Jugendmannschaften stellt der Club derzeit, hinzukommen die „Minis“, die spielerisch an den Sport herangeführt werden, und ab April sogar die erste Mädchenmannschaft des Vereins.
Noch müssen Catharina (10 Jahre) und Eilika (11) mit den Jungs in einem gemeinsamen Team, den Knaben B, antreten. „Das macht aber nichts, denn daran sind wir inzwischen gewöhnt“, sagen die beiden, die sich mit ihrer Mannschaft für die Pokalendrunde in diesem Februar qualifiziert haben.
Dass Hockey eine Sportart ist, die nicht jeder betreibt, hat ihre Neugier geweckt. „Es ist in der Schule mal angeboten worden, und da wollte ich es unbedingt ausprobieren“, berichtet Catharina.
Über den Fußball haben Julian (12) und Theodor (9) den Einstieg geschafft. „Nach dem Training bei GVO habe ich öfter mal nebenan beim Hockey zugeschaut“, erinnert sich Julian. Schließlich war er so begeistert, dass er wechselte. Theodor hingegen hat sich noch nicht festgelegt. „Ich spiele auch noch Fußball, und wenn man Ballsport mag, fällt einem Hockey nicht schwer.“ Schließlich müssen die Feldspieler ja auch deutlich weniger Ausrüstung mitschleppen als ihr Kollege im Tor.
Die Überzahl wurde aber schlecht ausgespielt, so dass keine Gefahr für das Tor des GVO bestand. Der GVO löste das Unterzahlspiel aus der Verteidigung heraus gut auf und hatte keine Mühe das nun leere Tor zu treffen. Jan Kirchhübel (47.), Matthias Brenneke (49.) und Jan Kirchhübel mit einem Doppelpack (54./55.) sorgten für ein, auch in dieser Höhe, verdienten 13:3 Sieg des GVO.
Die Hockeyherren vom GVO kamen am Wochenende zum 6. Sieg im 8. Spiel. Der defensiv eingestellte Gegner aus Wilhelmshaven wurde mit 8:3 (2:2) bezwungen. Der GVO erspielte sich hiermit die Aufstiegsrelegation zur Oberliga! Schwer tat sich der GVO in der ersten Halbzeit. Der WTHC begann defensiv und wartete in der eigenen Hälfte auf Fehler der Oldenburger um zu kontern. In der Anfangsphase ging dies auf. Der GVO spielte zu statisch und zu langsam, hierdurch fing der WTHC Bälle ab und konnte immer wieder gefährlich vor dem Tor von Sebastian Stolle auftauchen. Zwangsläufig fiel auch das 1:0 nach einer Strafecke. Diese konnte in der 6.Minute durch eine feine Einzelleistung von Jörn Kramer mit einem Schlenzer in den Torwinkel ausgeglichen werden. Wilhelmshaven spielte weiterhin auf Konter und konnte erneut eine der zahleichen Strafecken zur erneuten Führung nutzen. Spielertrainer Oltmanns nahm eine Auszeit, um ein neues System zu besprechen. Der GVO kam besser ins Spiel zurück und erspielte sich nun mehr Chancen, scheiterte aber immer wieder am starken Torwart der Gäste. Nach schöner Vorlage von Thore Singmann konnte Peter Oltmanns zum 2:2 Pausenstand einschieben. In der Pause wurde noch einmal besprochen, wie man einen so defensiven Gegner bespielt. Wie eine Befreiung wirkte daher auch ein Doppelschlag durch Jan Kirchhübel und Jörn Kramer direkt nach dem Wechsel zum 4:2 (31.). Der GVO wurde sicherer und nutzte nun auch die Chancen. Ein erneuter Doppelpack brachte Ruhe in das eigene Team.
29.11.2009 - Deutlich schwerer als erwartet tat sich der GVO am Sonntag beim Tabellenletzten SW Bremen. Mit dem Samstag-Spiel in den Beinen und einiger fehlender Spieler kam man zwar zu einem Sieg, der aber zwischenzeitlich in Gefahr geriet. Wieder gelang es dem GVO durch Kirchhübel und Dressler ein schnelles 2:0 vorzulegen. Der SWB kam in der gesamten ersten Halbzeit nur zweimal gefährlich vor das Tor von Keeper Stolle, spielte aber zu umständlich um Tore zu erzwingen. Individuelle Fehler auf beiden Seiten sorgten dann aber für den 3:1 Pausenstand. Nach dem Wechsel hatte der GVO das Spiel im Griff, ließ aber viele Überzahlsituationen ungenutzt und somit die Chance auf einen beruhigenden Vorsprung. In der Folge stärkte der SWB die Offensive und konnte mit einer verwandelten Strafecke und einem gezielten Flachschuss ausgleichen. Der GVO nahm eine Auszeit und kam gestärkt aus dieser zurück. Es wurde verstärkt Druck auf die Bremer Verteidiger ausgeübt, was jedoch dazu führte, dass das Spiel offener wurde, hin und her ging mit Chancen auf beiden Seiten. Kurz vor dem Ende gab es zwei Strafecken für den GVO die zur erlösenden Führung durch Kirchhübel eingeschoben werden konnten. Der SWB versuchte noch einmal alles, kam aber nicht mehr zu einem Torerfolg.
Es spielten: Niklas Ziese, Hannes Wolters, Sören Heithus, Tom Stolle, Tjark Wittje, Tammo Wittje, Vincent Neugebauer, Fabian Rexilius, Paul Wuertenberger, Anton Grabow, Fokko Janßen, Malte Tischendorf, Flo Seifert, Chassan Zin, Jorge Klattenhoff, Lukas Kunkel
Für die Mini-Girls spielten: Pia Kuhl, Jule Behmenburg, Rebekka Laudien, Eilika Henpel und Aliyah Meyer
Für die Mini-Boys spielten: Jannis Thomsen, Lasse Wulf, Julius Grabow, Tristan Darsow, Tom Stolle und Tammo Wittje
22.11.2009 - Auch im zweiten Spiel behielten die Oldenburger gegen den Wilhelmshavener THC die Oberhand. In einem kampfbetonten Spiel legte der GVO ein 2:0 vor konnten in der Folge aber keine der zahlreichen Chancen nutzen. Dies sollte sich rächen. Nach einem Fehler von Oltmanns und einer verwandelten Strafecke machten die Wilhelmshavener aus drei Chancen zwei Tore zum 2:2 Pausenstand. In der Kabine schien man aber die richtigen Worte gefunden zu haben, denn direkt nach dem Wechsel konnte der GVO durch Severin und Dressler auf 4:2 davonziehen. Auch hier gab es dann in der Folge ein Dauerbeschuss auf das WTHC-Gehäuse, doch es sollten nur noch zwei Treffer fallen. Oltmanns und erneut der überragende Severin machten den 6:2 Endstand perfekt. Dieser Sieg war in der zweiten Hälfte nie gefährdet, da auch hier alle Bälle bereits kurz hinter der Mittellinie abgefangen wurden und Keeper Stolle nicht ein Ballberührung in der zweiten Hälfte hatte.

